„Vor der Ernte“
Diesen Titel trägt das Gemälde der Schwabacher Künstlerin Gabriele Fuchs (www.gabrielefuchs.com), das seit April dank etlicher großzügigen Spenden die Küche des Gemeindehauses schmückt.
Ihre Inspirationen holt sich die Künstlerin aus dem Alltag: „Wenn ich durch die Landschaft fahre und etwas sehe, dann möchte ich es in meiner Kunst vereinfachen“, so Gabriele Fuchs in einem Gespräch mit Pfarrerin Schwarz-Biller und Pfarrer Ertel. In Deutschland sei die Landschaft anders als in ihrer Heimat Brasilien wie mit einem Lineal gezogen, fast schon am Reißbrett entworfen, erzählt sie. Diese klaren Linien und Formen finden sich in den Äckern und Feldern wieder, die das Gemälde zeigt. Dem entspricht auch die Bildsprache von Wolken und Himmel.
Der Weg von der Idee zum Gemälde in Öl ist ein langer Prozess mit viel konzeptioneller und gestalterischer Vorarbeit im Kopf und zuhause, bevor in ihrem Schwabacher Atelier dann (nicht selten auch mit Publikum) ihre Ideen auf der Leinwand Gestalt gewinnen.
Insbesondere christliche Motive spielen in ihrer Kunst eine wichtige Rolle. So stammt das Gemälde „Emmaus“, das als Dauerleihgabe schon etliche Jahre den Gemeindesaal ziert, ebenfalls von ihr. Auch „Vor der Ernte“ erinnert an biblische Bezüge. Jesus hat viel über Saat, Wachstum und Ernte gesprochen, wenn er den Menschen die Prinzipien von Gottes Reich nahebringen wollte. Das Bild von der großen Ernte, für die es zu wenige Arbeiter gibt, begleitet das Wirken der christlichen Kirche von Anfang an bis heute.
Somit zeigt sich, dass das Gemälde „Vor der Ernte“ genau an der richtigen Stelle hängt: Nicht nur, weil die leuchtenden Farben den Raum unserer Gemeindehausküche spürbar aufwerten. Vor allem, weil unsere Küche ein echter „Arbeitsraum“ für die Ernte ist: Vorbereitungstreffen für den Abend der Lichter oder die ökumenischen Gottesdienste, Dienstbesprechungen des Pfarramtsteams oder Planungen für das Gemeindefest… das alles und vieles mehr findet sehr häufig in diesem Raum statt. Nunmehr mit einer sichtbaren Erinnerung, dass wir uns in unserem Dienst als Christen immer „vor der Ernte“ befinden. Möge unser Dienst ein Betrag zum Gedeihen von Gottes Reich sein – und Gott uns in Dienst nehmen, damit wachsen kann, was er sät.
